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Kleine Geschichte der Schülerzeitungen

 

Die Schülerzeitung KraSs -Kranke Schüler schreiben- erschien von 2008 bis 2015, sie hatte allerdings auch noch zwei wunderbare Vorfahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schüler erarbeiten das KraSs-Logo



1991 begann ein engagiertes Lehrerteam in der Abteilung KJP mit der Herausgabe der Schülerzeitung KLAPSE. Sie sollte sowohl die Identifikation der Schüler mit der Schule stärken und gleichzeitig ein Sprachrohr für die Kinder und Jugendlichen in der Psychiatrie sein. Was zunächst als eine Sammlung von Texten über das Schulleben begann, wurde im Laufe der Zeit eine Zeitung, die viele Artikel über das Leben in der Psychiatrie und den Weg der Jugendlichen dorthin enthielt.


Dabei entstanden Texte, die unmittelbar und ungeschönt das Leben von Jugendlichen in Krisensituationen darstellten. Durch ihre Authentizität und teilweise auch durch die literarische Qualität der Texte war es schwierig, sich dieser Ansprache zu entziehen.
Die Texte forderten weniger Mitleid, als Solidarität und Bereitschaft gegen die Stigmatisierung durch einen Psychiatrieaufenthalt vorzugehen. Die KLAPSE trug somit dazu bei, die oftmals unklaren Vorstellungen über die Psychiatrie transparenter zu machen, um Vorurteilen entgegenzuwirken.


Mit diesem Konzept bewarb sich die KLAPSE 1997 zum ersten Mal für den vom SPIEGEL ausgeschriebenen Schülerzeitungswettbewerb und gewann ihren ersten Preis in der Kategorie Heftinhalt. Weitere Preise folgten. (siehe Preise und Auszeichnungen)


Das Archiv unserer mehrfach prämierten KLAPSE kann hier online abgerufen werden.


Als Projekt der Abteilung Uniklinik entstand in enger Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern, Eltern und Mitarbeitern des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin die Schülerzeitung MASKE. Seit 2002 hatten so auch Schüler, die somatisch erkrankt waren, ein Sprachrohr für ihre Erfahrungen mit ihrer Krankheit. Die Mitarbeit an der Zeitung und ihre Lektüre helfen, sich konstruktiv mit Krankheit und anderen Themen auseinander zu setzen und zugleich eine Öffentlichkeit zu erreichen.

Die Beiträge finden in der Klinik und seit einiger Zeit auch darüber hinaus große Anerkennung. Die MASKE nahm regelmäßig an Schülerzeitungswettbewerben teil und hat Preise gewonnen. Die MASKE erscheint einmal jährlich. Seit 2007 wird sie von Klinikmitarbeitern als Patientenzeitschrift weitergeführt.