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Erlebnispädagogik in Niederheid

Das Pferd als PartnerReiten-1

Eine kleine Schülergruppe der Alfred-Adler-Schule fährt in Begleitung eines Lehrers alle 14 Tage in einen Stall nach Düsseldorf-Niederheid. Dort gibt es mehrere Tiere. Zum Stall gehört eine Reitanlage, bestehend aus einer Reithalle, einem Sandplatz, einem Paddock und Wiesen und vielen weiteren Pferden. Diese Anlage befindet sich inmitten von Feldern und Ausreitwegen. Die Schüler, hauptsächlich Großstadtkinder, können im Rahmen dieses Projektes über Feldwege, Wälder und Wiesen laufen und dabei Pflanzen und Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum kennen lernen, mit oder ohne Pferd.

Speziell ausgebildete Sonderschullehrer begleiten die Schülergruppen. In Kooperation mit den Fachkräften vor Ort vermitteln sie den Schülern u. a. den Umgang mit dem Pferd. Dabei wird auf die Pflege der Pferde und das Reiten genauso viel Wert gelegt wie auf das Naturerleben im Sinne der Erlebnispädagogik.


Reiten-3Die Erlebnispädagogik nutzt verschiedenste Formen des Erlebens, um Erziehungsmaßnahmen und bestimmte pädagogische Ziele voranzutreiben. Eine zentrale Rolle nehmen dabei Schlüsselqualifikationen im Bereich sozialer Kompetenzen ein.


Das Reiten bewirkt positive Veränderungen im motorischen, psychischen und sozialen Bereich. Im Umgang mit dem Pferd lernen die Schüler, respektvoll und kooperativ miteinander umzugehen, Verantwortung für sich und das Tier zu übernehmen, eigene Grenzen und Möglichkeiten zu erkennen, Ängste abzubauen und Vertrauen aufzubauen. Das Pferd reagiert unmittelbar und direkt auf Verhaltenweisen, so dass unterschiedlichste Situationen vom Kind neue Lösungsstrategien erfordern. Eigene Bedürfnisse werden zurückgestellt und in gemeinsamer Absprache kooperativ bewältigt.


Reiten-2Das Pferd als Partner, das seinen Körperrhythmus auf den Reiter überträgt, ermöglicht dadurch sowohl seelische als auch körperliche Verkrampfungen zu lösen. Der Bewegungsdialog zwischen dem Pferd und dem Schüler eröffnet eine andere, neue Wahrnehmung der Sinne und der Motorik. Selbstsicherheit und das Zutrauen in eigene Fähigkeiten, ausgelöst von „außen", dem Pferd, tragen zur Entwicklung und Unterstützung wesentlicher Entwicklungsschritte bei.
Das erlebnispädagogische Projekt wird von Förderschulen in Düsseldorf wahrgenommen und finanziell anteilig von den Eltern sowie diversen Fördervereinen unterstützt, so dass die Schüler dieser Schulen 14-tägig die Möglichkeit erhalten, an diesem erlebnispädagogischen Projekt teilzunehmen. Die Kosten für die Teilnahme der Alfred-Adler-Schule trägt der "Förderverein der Alfred-Adler-Schule".


Der Hauptanteil der Kosten wird vom Förderverein „brücke 2000" - Förderverein der Düsseldorfer Förderschulen- , "Helft behinderten Kindern" - Aktionskreis Düsseldorf e. V. sowie dem Förderverein Freundeskreis e. V, Städt. Kinderhilfezentrum, Düsseldorf getragen.